Reise zu den Pinguinen ins ewige Eis der Antarktis 2019

Anreise mit Sonderflug der AUA von Wien nach Ushuaia

Mit der MS Hamburg ins ewige Eis der Antarktis

Eselspinguine auf Cuverville

B777 der AUA in Ushuaia
Tren fin del Mundo
Ushuaia
Erster Tafeleisberg kurz vor dem Ende der Drake Passage

Mit einer Boing 777 der Austrian Airlines erreichten wir in einem Sonderflug nach 20 Stunden (mit Tankstop und Crewwechsel in Rio) Ushuaia.
Wir waren sehr gut aufgehoben und der Service liess die Strapazen des langen Fluges vergessen.
Da unser Gepäck von Zürich bis auf das Schiff durchgecheckt war konnten wir die Stunden vor dem Auslaufen für einen Stadtbummel und eine Taxifahrt zur südlichsten Bahnstation der Welt nutzen.


Tren fin del Mundo

Ushuaia Impressionen Ushuaia

Drake Passage



Gegen Abend ging es los, mit der MS Hamburg durch den Beagle Kanal Richtung Drake Passage. Fast 20 Tage werden wir auf dem Schiff verbringen und bis Valparaiso 6220 km zurücklegen. Nach fast 30 Stunden empfingen uns die ersten Inseln und Tafeleisberge vor der Antarktis.

Polnische Forschungsstation Arctowski

Während der Fahrt wurden wir über Verhaltensregeln während der Landgänge sowie Hygieneregeln instruiert. Gleichzeitig durften sich max 50 Personen an Land begeben.
Penibel genau wurden mit einem Staubsauger alle Kleider, Rucksäcke, Fototaschen und Stiefel gereinigt. So sollen keine Samen oder irgendwelchen Abfall an Land gelangen. Auch wurden alle Teilnehmer in Gruppen (Farben) eingeteilt. Jeden Tag änderte sich die Reihenfolge der Farben für die Landgänge, dies konnte schon einmal morgens um 5h sein, es war ja immer hell. Vor dem Verlassen des Schiffes und bei der Rückkehr wurden alle Stiefel in einem Spezialbad gereinigt.

Der erste Landgang war auf Arctowski, einer polnischen Forschungsstation. Impressionen

Weiter Richtung King Georges Island. Unweit davon liegt der grösste Eisberg der Antarktis "A57A" die wissenschaftliche Bezeichnung. Die Grösse von 10 x 20 km ist Gigantisch. Der Koloss löste sich schon 2008, rund 1700 km von der heutigen Position entfernt. Zur Zeit liegt er rund 500 tief auf Grund und ragt rund 80 m aus dem Meer.


Weiter Richtung Deception, ein Vulkan welcher auf einer Seite aufgebrochen ist und befahren werden kann. Die See wurde nun zusehends rauher und erstmals erlebten wir Wind und Wellen hautnah. Durch die Enge Passage ging es hinein in die Caldera, an ein Anlanden war leider nicht zu denken. Der Kapitän umrundete das Innere des Vulkan und wir staunten über die Natur und die Naturgewalten. Rostrote Felsen zeugen von riesigen Erzvorräten.

Heute ging es früh los, bereits um 05.30 ging es mit den Zodiacs nach Cuverville wo eine grosse Kolonie Eselpinguine zu Hause ist. Einfach einmalig.
Zurück zum Schiff konnten wir Buckelwale beobachten. Überhaupt war die Tierwelt beeindruckend. Neben Buckelwalen sichteten wir auch Blauwale, Seelöwen, Robben, Seeleoparden und Vögel. Impressionen


Puerto Williams

Am Nachmittag ging es weiter zur Paradiesbucht. Mit den Zodiacs ging durch diese Bucht. Erstmal setzten wir unseren Fuss auf den Kontinent Antarktis, bisher waren "nur" Inseln. Gelegentlich hat unser Bootführer den Motor abgestellt und einfach treiben lassen. Diese Ruhe und die Umgebung - träume heute noch.

Über Nacht war vorgesehen die Station Basis Yelcho anzulaufen. Aber ein medizinischer Notfall zwang den Kapitän schnellstmöglich nach Bellingshausen zu fahren, dem einzigen Ort Weit und Breit mit einem Flugplatz. Dort konnte die Patientin nach Punta Arenas ausgeflogen werden. Die Crew ermöglichte uns aber einen interessanten Landgang.
Neben der russischen Station Bellingshausen liegt unmittelbar daneben die Chilenische Forschungsstation "Presidente Eduardo Frei". Hier wohnen Forscher zum Teil mit ihren Familien. Es gibt einen Laden, Schulen, eine Kirche und ein Postamt. 1984 wurde hier das erste Kind in der Antarktis geboren.

Nun geht es wieder zurück zum Festland, besser nach Puerto Williams, der südlichsten Siedlung von Chile.
Kaum waren wir in der Drake Passage hat es nun auch mich erwischt. War noch nie Seekrank, aber nun war Bettruhe angesagt. Kaum war Festland in Sicht hatte ich wieder "Hunger".
In Puerto Williams kam dann der Zoll und Polizei und nahm unsere Pässe unter die Lupe. Leider war kein Landgang möglich. Aber nach 4 Stunden ging es durch die Magalan Strasse in Richtung Puerto Montt.
Unterwegs mussten nochmals umkehren, ein erneuter medizinischer Notfall. Da weit und breit keine Strasse und Helicopter nicht verfügbar waren, ging es nach Puerto del Hambre. Zurück in der Magalanstrasse vorbei an grandiosen Gletschern ging es nun zum Gletscher PioXI, mit 1265 km2 der grösste in Südamerika.



Die Route durch die Magelanstrasse










Gletscher Pio XI
Mehr Bilder hier







Weiter in Richtung Puerto Montt, erster grösserer Landgang seit über 2 Wochen auf See. Zusammen mit einem anderen Paar mit dem Taxi nach Frutillar, zum Vulcano Osorno und zu den Petrohue Wasserfällen.
Bilder der letzten Etappe




Weiter nach Valdivia und schliesslich zum Ende der Schiffroute nach Valparaiso.
Valparaiso, eine quirlige, bunte und lebensfrohe Stadt.





Trolleybus der Luzerner Verkehrsbetriebe VBL in Valparaiso

Zum Abschluss besuchten wir noch die Hauptstadt Chiles - Santiago de Chile bevor es mit Iberia über Madrid zurück in die Schweiz ging.
Eine einmalige Reise mit vielen Eindrücken und Erlebnissen.
Nach China, der Mongolei und Russland war die Antarktis ein weiteres Highlight.