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Madeira März 2017 Mit Edelweiss Air , seit langem wieder einmal, flogen wir von Zürich nach Funchal. Bereits (Zeitverschoben +1 Stunde) um 13h waren wir im Hotel in Funchal und konnten nach dem Zimmerbezug die ersten Erkundungen mit einem Spaziergang am Meer unternehmen. Gegen Abend fuhren mit dem Bus noch in die Stadt und kauften uns für 5 Tage ein Abo der Städtischen Verkehrsbetriebe für € 16.--. Madeira ist eigentlich keine Insel, sondern ein Berg mitten im Atlantik. Vom Meer geht es sofort steil nach oben und selbst auf Autobahnen hat es Steigungen bis 17 %. Bildergalerie  
Strelizie
Reisebericht Madeira
Blick vom Hotelzimmer auf den Atlantik "Fruchtsaft" als Appetitanreger Wäschetrocknen nach Delphinbeobachtung Stadtbus Funchal - sehr dichtes Netz und guter Fahrplan
Da wir erst am Donnerstag und Freitag ein Auto mieten wollten nutzen wir die ersten 5 Tage das Busabo voll aus. Also los, wieder rein in die Stadt und hoch zum Botanischen Garten. Im März noch etwas früh, aber schon einiges an Blütenpracht zu bewundern. Von da könnte man weiter mit der Seilbahn hoch nach Monte und mit dem Schlitten wieder nach Funchal, das verschoben wir aber wegen der Bewölkung auf Montag. Also am Montag bei Sonnenschein wieder in die Stadt, zunächst auf den berühmten Markt mitten in der Altstadt. Da gerade ein AIDA Kreuzer angelegt hatte war mächtig etwas los, aber eine tolle Atmosphäre. Nach einem guten Espresso weiter zur Talstation der Seilbahn und hoch nach Monte. Um 15h waren die AIDA Gäste bereits auf dem Rückweg und wir genossen in einer eigenen Gondel die 15 Minuten mit tollem Ausblick auf Stadt und Hafen. Oben schauten wir dem Treiben der “Schlittenführer” ein wenig zu wie sie gerade einen Lastwagen abluden mit Schlitten die von der Stadt wieder hochgefahren wurden. Anschliessend ging es dann für 30.--€ rasant in die Stadt hinunter. Auf halbem Weg nach 10 Minuten stiegen wir wieder in den Stadfbus zum Hafen. Dienstagmorgen verbrachten wir mit einem Spaziergang ums Hotel bevor wir wieder mit dem Bus zum Hafen fuhren. Wal- und Delphinwatching stand auf dem Programm. Mit einem grossen Schlauchboot ging es weit in den Atlantik hinaus, zum Teil durch 2 meter hohe Wellen. Wir waren “plotschnass”, aber wurden durch eine ganze Delphinschule belohnt. Ein einmaliges Erlebnis so viele Delphine zu sehen. Wieder an Land suchten wir ein sonniges Plätzchen am Hafen und trockneten Kleider und Rucksack. Es gäbe auch andere Möglichkeiten, mit einem Katamran oder mit einem alten Holzschiff. Das Erlebnis mit Schlauchboot war aber sicher eine kleines Abenteuer, zumal dieser Auflug über 2 Stunden dauerte und weit in den Atlantik hinaus fuhr. Wale aber haben wir an diesem Tag keine gesehen. Mittwoch war ein wenig Ruhe angesagt, aber für einen ausgiebigen Stadtbummel reichte es allemal. In den unzähligen Altstadtbeizen genossen wir jeden Tag feinen Espresso, zwischen 50 Cent und 70 Cent. (Lediglich an der Hotelbar zahlten wir 2.--€.) Am Donnerstag und Freitag haben wir dann ein Auto gemietet um noch die Insel zu erkunden. Die Autovermietung befand sich im Hotel und somit hatten wir in der Tiefgarage unseren Platz. Praktisch. Zunächst der Südküste entlang zum “Skywalk” von Madeira. Eine Steilküste die wir am Dienstag bereits vom Meer aus gesehen haben. Beeindruckend auf einem Glasboden zu stehen wo es 580 meter steil nach unten geht. Anschliessend weiter nach Calheta wo wir doch tatsächlich einen Sandstrand gefunden haben (mit Sand aus Marokko). Trotz 18°, ein schwumm im Meer musste sein. Nach dem Mittag weiter der Süd- und Westküste entlang nach Porto Moniz. Dort sind Naturbecken in denen man schwimmen kann, und draussen schlagen die Atlantikwellen an die Felsen. Zurück ging es über die Hochebene wieder nach Funchal. Am Freitag war dann die Nord- und Ostküste dran. Über Ponte Delgado ging es nach Santana. Herrliche Küstenstrasse mit viel Grün und Blumen in allen Farben. In Santana besuchten wir den Themenpark und eine Art Ballenberg, wo heute die alten traditionellen Dreispitzhäuser bewahrt werden. Weiter Richtung Osten nach Machico. Dort fanden wir einen weiteren Sandstrand, und über uns die Anflugschneise zum Flughafen von Funchal, fast wie auf St.Marteen. Natürlich musste ich noch ganz in den Osten. Nachdem der Hafen von Funchal heute rein Touristischen Zwecken dient nahm es mich Wunder wie und wo denn die ganze Insel versorgt wird. In Caniçal liegt der Hafen der Madeira mit allem versorgt. Bis dort geht auch die Autobahn die über die halbe Insel führt. Nach dem Städtchen liegt nur noch Natur pur, und ein Wanderparadies. Zurück nach Funchal, unter dem Flughafen durch, der teilweise auf Stelzen steht ging es noch nach Chamaca, der letzten Hochburg der einheimischen Korbflechterei. Samstag, Abreisetag. Nach dem Frühstück gings zum Flughafen, eingecheckt und auf zur Zuschauerterasse, Flieger gucken. Schon beim Ausgang blies mir ein gewaltiger Wind entgegen, und auf dem Rollfeld - nix los. Sogar die Handwagen und die Fahrgasttreppen wurden in einer windstillen Ecke in Sicherheit gebracht. Ab und zu versuchte einer zu landen, aber es sind alle durchgestartet und nach Porto Santo ausgewichen. Langsam füllte sich der Flughafen und die Sitzgelegenheiten wurden knapp. Unser Abflug war auf 10.55h angesetzt. Um 11.20 die Meldung, dass auch Edelweiss nach Porto Santo ausgewichen. Oha, ich ahnte nichts Gutes. Dann aber Entwarnung, unser Glück. Bereits um 11.30 hat Edelweiss entschieden den Flug zu canceln. Andere mussten im Flughafen übernachten. Also, ab zum Gate, Infos holen. Kurze Zeit später wieder zur Eingangshalle, Koffer vom Rollband holen. Ein deja vue wie vor einer Woche. Danach ab ins **** Hotel Baja Azul nach Funchal. Jetzt hiess es abwarten bis sich der Wind legt und wir irgendwie nach Hause kommen. Es solte bis Dienstag dauern, bis wir dann mit TAP über Lissabon nach Hause flogen. Da ich nun seit einer Woche pensioniert bin habe ich die 3 zusätzlichen Tage sehr genossen, zum mal alles durch die Fluggesellschaft bezahlt war.   Alles in Allem eine tolle Woche auf Madeira.
Ausblick aus der Gondel auf Funchal
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